Franz Lehrndorfer

Franz Lehrndorfer studierte nach dem Abitur Kath. Kirchenmusik und Orgel an der Hochschule für Musik in München und war anschließend als Musikpädagoge bei den Regensburger Domspatzen tätig.

Er erwarb 1952 das Meisterklassendiplom und 1957 den ersten Preis beim Internationalen ARD-Wettbewerb im Fach Orgel. 1962 wurde er an die Hochschule für Musik nach München berufen, wo er von 1969 bis zu seiner Emeritierung 1993 die Abteilung für Katholische Kirchenmusik und Orgel leitete.

Von 1969 – 2002 wirkte er als Domorganist am Münchener Liebfrauendom, von 1998 bis 2003 hatte er eine Gastprofessur an der Katholischen Universität in Porto (Portugal) inne. 1965 erhielt er den Staatlichen Kunstförderpreis und 1981 den Deutschen Schallplattenpreis. Für seine Verdienste als Künstler und Pädagoge wurde er u. a. mit der Ehrendoktorwürde der Päpstlichen Hochschule für Musik in Rom ausgezeichnet, erhielt den Bayerischen Verdienstorden sowie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Franz Lehrndorfer komponierte Messen, Lied- und Chorsätze, verfasste Bearbeitungen und schrieb Kompositionen für die Orgel. Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, Einspielungen für Rundfunk und Schallplatte zeigen Franz Lehrndorfer alseinfühlsamen Interpreten der Orgelmusik aller Epochen, insbesondere aber auch seine Improvisationskunst hat seinen Namen bekannt gemacht.

 

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